Spielend Lernen


Kognitive Fähigkeiten werden auf dem Spielplatz gelernt – hier lesen Sie warum

Spielen ist die schönste Beschäftigung der Welt. Es verleitet zum Lachen, lässt Neues erleben und ist ein Allheilmittel gegen aufkommende Langeweile. Was jedoch im Hintergrund während der Spielstunde passiert kann als der Grundstein für die spätere Entwicklung bezeichnet werden: die Förderung von motorischen und kognitiven Fähigkeiten.

Kreatives Gespür, Geschicklichkeit, den Ansatz an Problemlösungen heranzugehen und strukturiertes Denken sind Bestandteile des kognitiven Spielfeldes, die Kinder während der spielerischen Aktivitäten ständig ausbauen. Etwas vermeintlich Banales wie klettern an einem Gerüst stellt dieses Lernen recht deutlich dar.

Jeder Griff erfordert Motorik des ganzen Körpers, Hand-Augen-Koordination, die richtige Tiefen- und Entfernungswahrnehmung der Augen und eine hohe Konzentration. Diese Werkzeuge des menschlichen Körpers werden mit jeder Nutzung effektiver und kommen auch in alltäglicheren Situationen und im vergleichsweise hohem Alter zum Einsatz.

Entwicklungsfördern ist natürlich auch die Schaukel. Kaum ein anderes Spielgerät schult den Gleichgewichtssinn in jungen Jahren so stark wie eine Schaukel, vor wenn ein Schaukeln in alle Richtungen möglich ist wie beispielsweise bei der Tellerschaukel und manche Modelle der Nestschaukeln. Auch Geschwindigkeitswahrnehmung, Augen und der motorische Ablauf eines Schwungs wirken sich auf die kognitiven Fähigkeiten aus.

Lernen gleich im Doppelpack

Weitere sehr wichtige kognitive Skills können gleich im Doppelpack mit dem Spielplatzfreund entwickelt werden. Geht es nämlich um das frühe Schulen der sozialen Entwicklung ist das Spielen bestens geeignet. Gibt es beispielsweise eine Rutsche auf dem Spielplatz, die von mehreren Kindern gleichzeitig verwendet werden möchte, so muss erst gelernt werden, wie Reihenfolge und korrektes Verhalten einen Ablauf ermöglichen. Dazu benötigt es Geduld, Zusammenarbeit und Kommunikation, entscheidende Fähigkeiten für eine spätere gesunde Interaktion untereinander, beispielsweise in der Schule.

Hier finden auch Mehrkindschaukeln wie die Gondelschaukel einen tollen Einsatz. Um richtig zu Schaukeln sind nicht nur alle motorischen Fähigkeiten nötig, sie müssen auch noch mit dem Schaukelpartner abgestimmt werden. Das benötigt Koordination und Rhythmusgefühl, zwei Fähigkeiten die, sofern richtig eingesetzt, beim Schaukeln direkt mit großem Spass belohnt werden.

Gesellschaftsspiele schult Kreativität

Fernab vom Spielplatz helfen auch Brettspiele und kreative Gesellschaftsspiele sehr. Kinder nutzen diese Momente nämlich, um soziale Regeln und Denkwege zu erlernen. Zudem wird die Kreativität geschult und Ideen und Konzepte sortiert – auch Punkte, die zu einem stärkeren Selbstwertgefühl führen.

Wenn also die nächste Spielstunde ansteht, dann denken Sie daran: Ihr Kind lernt alle Fähigkeiten, die Sie schon vor Jahren verinnerlicht haben zum ersten Mal. Schenken Sie dafür Zeit und investieren Sie in die Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten. Dann macht das Spielen gleich noch ein bisschen mehr Freude.